Röntgen - Ionenröhren /
X- Ray Ion Tubes

 

©  Tube Collection Udo Radtke,
Germany
  2017-12-07

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Entdeckt wurden die Röntgenstrahlen bei Experimenten mit Gasentladungsröhren. Hierbei handelt es sich um leicht evakuierte Röhren mit 2 tellerförmigen Elektroden. Legt  man eine ausreichend hohe Spannung an, so wird das eingeschlossene Gas ionisiert und beginnt zu leuchten. Erst jetzt treten  Elektronen an der Kathode  aus und treffen auf die positive Anode. Dabei entstehen dort die besagten Röntgenstrahlen. Um diese aus der Röhre austreten zu lassen, ist die Aufprallfläche der Anode um 45° schräg gestellt. In der weiteren Entwicklung kam noch eine weitere Elektrode hinzu, die an unterschiedlichen Stellen eingebaut waren und auch unterschiedlicher Formen aufwiesen. Sie wurde im Wesentlichen für die Evakuierung der Röhre gebraucht, um die Antikathode zu schützen. Die Anode, an der die Röntgenstrahlen entstehen, bezeichnet man als Antikathode.

Auf die Ausbeute an Röntgenstrahlung hat die Ordnungszahl des für die Antikathode verwendeten Metalls ( chemischen Elementes ) hat einen Einfluss . Je höher die Ordnungszahl, desto höher die Ausbeute.

Bei der Erzeugung von Röntgenstrahlen werden nur ca.1% der eingebrachten Energie in Röntgenstrahlung umgesetzt, der Rest geht als Wärme an die Antikathode verloren. So kann es vorkommen, dass abhängig von der Kühlung, oft nur eine kurze Betriebszeit möglich ist. Um die Wärmeabfuhr zu verbessern  wurden später die Antikathoden auch auf massive Metallflächen aufgesetzt, die dann die Wärme aufnehmen und weiterleiten sollten. Auch gab es kleine mit der Antikathode in Verbindung stehende kugelförmige Behälter, deren Wasserfüllung der Kühlung diente. 

So sind die 3 Hauptanforderungen an die Antikathoden:

  • hohe Ordnungszahl
  • gute Wärmeleitung
  • hohe Schmelztemperatur

Kurz nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen im Jahre1895 durch Röntgen in Würzburg und seiner Veröffentlichungen begannen etliche Firmen im In- und Ausland sofort mit Versuchen und Produktionen. 

Leider veränderte sich mit zunehmendem Betrieb der Gasdruck in diesen Röhren und die Wirksamkeit ließ sich nur noch durch Erhöhung der Betriebsspannung in gewissen Grenzen ausgleichen. Erst durch den Anbau von Regulatoren war es möglich, den Gasdruck in den Röhren wieder zu erhöhen.

>> Betriebsdetails

>> Regeneratoren

Aus der Praxis heraus entstanden oft, was die Bauart der Regulatoren und die Röhre selbst und deren Anwendung betrifft, sehr unterschiedliche Bauformen und auch Namen wie: Kesselring-Röhre, Bauer-Röhre, usw.

Diese Bezeichnungen ließen aber nicht unbedingt auf den den Hersteller der Röhre schließen. Es waren vielmehr Kleinigkeiten und Ideen von Entwicklern oder Radiologen, die verwirklicht wurden und deren Namen im Zusammenhang mit der Röhre genannt wurden.

Besonders komplex wird es, wenn Röhren für Firmen oder Vertretungen von anderen Herstellern zugeliefert aber nicht unter deren Namen vermarktet wurden. So kann es vorkommen, dass eine Röhre 1898 im Katalog der RGS abgebildet war, die aber von Gundelach gebaut wurde.

Die Herstellung von Ionen-Röntgenröhren endete für die medizinische Anwendung etwa 1925, denn bereits ab 1913 wurden leistungsfähigere Röntgenröhren mit Glühkathoden nach Coolidge verwendet.

Dennoch wurden weiterhin, meist kleinere Ausführungen, für die Ausbildung und Schulen hergestellt. Hier ist besonders die inzwischen erloschene Firma Rudolph Pressler aus Cursdorf zu nennen.

Bei viele Röhren ist der Hersteller nicht erkennbar. Hier helfen nur Vergleiche mit bekannten Röhren in Sammlungen, Museen und in der Literatur. Das wohl bedeutendste Werk dazu ist:

"The Development of the Ion-X-Ray Tube" von Paul Ronne und Arnold B.W.Nielson.

In meiner Sammlung befinden sich viele unterschiedliche Ionen - Röntgenröhren deren Hersteller bekannt, aber auch zum Teil unbekannt sind. Vielleicht gelingt es mal, diese anhand von vorhandenen Katalogen, Fotos etc. aber auch diverser Links zu identifizieren.

Insofern beschranke ich mich zunächst einmal, nur auf die Veröffentlichung der Fotos und Angaben zu den Größen in Bezug auf Durchmesser und Gesamtlänge. Sobald mir weitere Erkenntnisse zu einzelnen Röhren vorliegen, werde ich diese entsprechend nachtragen.

Die weiter unten angegebenen Links dienen als Gedächtnisstütze zum Vergleichen von Abbildung auf fremden Websites mit vorhandenen Fotos eigener Röhren.

 

Röhren in meiner Sammlung  ( K = Kugeldurchmesser,  H = Höhe. )

 

AEG

 


Betz, Frank S.

 
Betz Betz

 

 

R. Burger, Berlin

   
Burger 60 x 175 mm  

 

 

Andrews, Cuthbert, England

 
Cuthbert Andrews, Reliance, England, 150x380 Cuthbert Andrews, Regulator

Cuthbert Andrews, Anticathode

 
 
Cuthbert Andrews, Reliance, England, 175x440 Cuthbert Andrews, Reliance 175x440  Regulator  

Cossor

 

   
Replica einer Cossor X-Ray tube von vor 1900  

 

 

Cox, England

   
Cox "Record" Tube, England  

 

 

A.E. Dean, London

   
A.E. Dean Details  

 

 

H.G. Fischer, Chicago

   
H.G. Fischer Chicago  

 

 

Gaiffe-Gallot & Pilon

 
Type R.N. Type O.M.1

 

 

Green & Bauer

Green & Bauer
>> Details
Green & Bauer
>> Details

Green & Bauer
>> Details


   
Green & Bauer
>> Details
 

 

 

Gundelach, Gehlberg,


 
Die wohl erste Röntgenröhre, die 1895/96 von Gundelach gebaut wurde Eine solche ist im RGS-Katalog von 1898 abgebildet.

Die Röhre hat Durchführungen aus Platin und No.7922 eingeätzt. 

Die sogenannte Unipolar-Röhre von 1899. Der lange Schaft aus Metall diente vermutlich zur Einspannung in einen Halter.

Röhren von 1896, links ohne Kennzeichen, rechts m. Gundelach-Stempel und Nr.


 
 Gundelach Type 0
erschienen erstmals 1903, später auch mit Gundelach- Regenerierung
Gundelach Type 0 No.49390 ohne Regenerator, erschien von 1903 bis 1922 Die VA760, Größe 1, aus dem Gundelach Katalog von 1928. ohne Regenerierung.

Aus den Gundelach-Listen geht hervor, dass von 1903 bis 1922 alle kleinen Röntgenröhren dieser Bauart eine schräg eingeführte Antikathode besaßen und die Hilfsanode einen Teller hatte.

Danach hatten die Röhren zumindest ab 1928 eine Stiftanode. Siehe # 18511

 

Gundelach-Patent-Röhre Type "b" No. 15942
D.R.P. No109 449
D.R.P. No103 100
K=120mm, H=380mm
Katalog ab 1903
Gundelach-Patent-Röhre Type "d"  No. 60107
D.R.P. No.100 449
D.R.P. No. 103 100 K=150mm, H=425mm
zwischen 1905 und 1910
>Details
Gundelach-Patent-Röhre Type "b" No. 75026
DRP 109 449
DRP 103 100
K=120mmm H=380mm
Ausführung ca. 1913
>Details

 


  Eigentlich hatte Gundelach keinen Pumpstutzen, der schräg aus der Kugel kam.

Den hatte Philips, aber wohl von CHF Müller hergestellt.

Der Regenerator stammt 100%ig von F. Schilling, Gehlberg.

 

  K=100mm, H=300mm
Gundelach?  >Details
 

 

Nachfolgend vermutlich die "Patentröhre" von Gundelach um ca. 1900
 
"Patentröhre" von Gundelach 130x380 Gundelach 130x380mm Kathode mit 3 Löchern Schriftzug "Gundelach"auf dem Kolben
 

# 18206 

Gundelach "Moment" mit gewölbter Antikathode Gundelach "Moment", gewölbte Antikathode D.R.G.M.  517109 + 346585


Gundelach "GMW"
gleiche Type wie GM jedoch mit Wolframanode
 
Gundelach GJ

 

Aufschrift:
"Siemens Wolframröhre"
DRP No. 165198

hergestellt von Gundelach

DRP No. 215671,
DRGM No. 517109 
DRGM No.
346585

 
 
  Gundelach "Weiwa" -1

 

Gundelach "Weiwa" -2

 

 

Hirschmann W.A., Berlin


 
W.A. Hirschmann Berlin, auf der Antikathode ein Blech aus Platin, Bj. vor 1912 W.A. Hirschmann, Berlin  

W.A. Hirschmann, Detail W.A. Hirschmann, Detail

W.A. Hirschmann, Detail

 

Kesselring, Chicago, USA

>>more

 

Leybold-Pressler

>>more

 

Machlett & Son, N.Y. USA


Machlett & Son, N.Y.  

 

Macalaster Wiggin & Co, Boston, Chicago


Die sogenannte "Kesselring" Röhre von MacAlaster-Wiggin Co. Chicago MacAlaster-Wiggin Co. Chicago Frühe Röhre mit "leichter" Antikathode.

 

 

Müller C.H.F. Hamburg

 

C.H.F. Müller Röntgenröhre, Serie 12

Hier die linke Röhre in einer Halterung aus Holz.


Müller "Rapid Inland" Müller "Rapid Ausland" Siederohr für Tiefentherapie Müller

 
Stratop Tube, Watson & Son England   120 x 350mm made by Müller C.H.F. Betz, Chicago
130 x 350mm
made by CHF Müller
 

4

NEVA, Geislingen


   
K=90, H=220

NEVA, Geislingen

>>Details

   

 

Newton & Co, London

   
Newton & Co. ca. 1900
>>Details
   

 

Newton & Wright

 

   
Newton & Wright, London
>>Details
   

 

Philips, Eindhoven, NL


 
Philips Eindhoven, Niederlande   K=140, H=460

>>Details

Philips Type WC1

K=200, H=550,

 

 

Pressler, Cursdorf >> Link


Zweipolige Röntgenröhre Pressler, Cursdorf  K=65mm, H=270mm

>>Details
Zweipolige Röntgenröhre Pressler, Cursdorf  K=80mm, H=310mm

>>Details
Antikathode in axialer Richtung, Pressler, Cursdorf K=70mm, H=240mm

>>Details

Pressler, Cursdorf
K=90mm, H=275mm

>>Details

Pressler, Cursdorf K=105mm, H=360mm

>>Details

Die größte von Pressler
K=150, H=420mm 
 

Radiguet, Paris

 
Es ist fraglich, ob Radiguet die Röhre selber baute.

Genau diese Bauart links mit dem Regenerator ist im Schilling Katalog abgebildet.

>>Schilling

>>DRGM 293815

Radiguet France    

Röhre mit Aufkleber "Radiguet"

 
   
Radiguet & Massiot      

 

Russia

 
   
Lehrmittel-Röhre
100x265mm
   

 

Franz Schilling, Gehlberg


F. Schillng Modell "D" Aufkleber mit "Radiguet" MIt Sicherheit F. Schilling Modell "E" Wohl auch eine von Schilling hergestellte Röhre.

 
 
70x195mm, Platin-Durchführungen. Antikathode: Napf mit 4 nach innen gebogenen Nasen zum Halten der Platinscheibe. Das hatte Schilling so. 90x275mm

Durchführungen Platin

4 vom Napfrand nach innen umgebogene Nasen halten die Platinscheibe.

 

 

S.E.T. Solus Electronic Tubes, UK

 
   
Solus Electr. Tubes UK
Details
 

 

 

 

Siemens

 

 

S&H water cooled tube, plus the illustration in their 1911 catalogue. Lenght: 52cm.  Inscribed on the cathode neck with "Tantalröntgenröhre Patent von Siemens & Halske A. G. No. B.W. 2343" 

Aufschrift:
"Siemens Wolframröhre"
DRP No. 165198

hergestellt von Gundelach

DRP No. 215671,
DRGM No. 517109 
DRGM No.
346585

 
 

 

Swett & Lewis, Boston

 

   

Swett & Lewis, Boston
>>Details

   

 

Dawson Turner

 
   

Dawson Turner with movable cathode    75x410mm
 >>Details

   

 

 

Victor, Chicago


 

VOLTOHM, Munich


ca. 1903  
VOLTOHM AG
>>Details
   

 

Wandner & Son, Chicago


   
Wandner & Son Chicago    

 

Watson & Son, London


   
Stratop Tube, Watson & Son England     K=120, H=350 made by Müller C.H.F.    

 

Prof. Zehnder

 

Unbekannte / Unknown

von diesen Röhren werden nach und nach Einzelseiten mit weiteren Details erstellt, in der Hoffnung,
dass sich dann Identifizierungsmöglichkeiten ergeben.

Auf der Website von Henk Dijkstra gibt es Informationen zu den unterschiedlichen Formen der
verwendeten Anschlusskappen diverser Zeiten und Hersteller.
http://www.crtsite.com/tube%20info.html 

Die eigene Website zu Kappenformen und Identifizierung >> hier

 
K= 90mm, H=290mm

Vieles spricht für Pressler

>>Details

K=53mm, H=150mm

>>Details
Lehrmittelröhre mit Möglickeit zum Evakuieren.

K=80mm, H=225mm
vermutlich Gundelach zwischen 1905-1930

>>Details
K=65mm, H=220mm
vermutlich Gundelach ca. 1930

>>Details

K=85mm, H=280mm
den Kappen nach könnte es Leybold sein

>>Details


100x325mm kam aus USA

>>Details

80x235mm kam aus USA

>>Details

75x205mm kam aus UK

>>Details


Bei den 3 folgenden Röhren # 18391, # 18447 und # 18449 handelt es sich offensichtlich um den gleichen, noch unbekannten Hersteller.

Die markanten Details sind:

  •  Antikathode im Glaskelch

  • Drahtwickel im Glasrohr der Zuleitung zur Antikathode

  • Extrem stabile Spirale zwischen Anode und Antikathode

>>Details 


100x280mm 75x215mm # 18449  60x175mm

85x290mm kam aus Frankreich 80x255 mm, kam aus Frankreich  >>mehr Jackson Type

diverse Links zu Fremdseiten >>hier

 
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