Radiguet & Massiot

 

©  Tube Museum / Collection
Udo Radtke,  Germany
  2017-03-08

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Arthur Radiguet 1850-1905 war einer der frühen Hersteller von Radiologie-Komponenten.

Sein Vater gründete bereits 1830 eine Firma für optische Geräte. 1872 erweiterte Arthur die Produktion um dampfbetriebene Spielzeuge und elektrische Apparate.

In einer 1897 erschienenen Anzeige seiner radiologischen Komponenten erwähnt er, auf der Messe in Rouen 1896, mit einer Goldmedaille und einem Ehren-Diplom ausgezeichnet worden zu sein.

1899 nahm er seinen Schwiegersohn Gustav Massiot in sein Unternehmen auf und firmierte unter

Radiguet & Massiot, 15 Boulevard des Filles du Calvaire, Paris.

Im gleichen Jahr erwarb er die Firma Molteni, einen Hersteller fotografischer Ausrüstungen.

1905 verstarb er im Alter von nur 55 Jahren an den Folgen von Strahlenschäden.

Massiot führte das Unternehmen bis 1936. Letzte Aktivitäten wurden 1940 eingestellt.

Angeblich soll Radiguet selbst keine Röntgenröhren gebaut haben. Wer hat ihn beliefert? Vielleicht Gundelach, weil auch das Gebrauchsmuster von J.Schilling, aus Gehlberg stammt.

 
 
 

 

 
Kugel =140mm, Gesamtlänge =360mm
Alle Anschluss-Durchführungen aus Platindraht
Der beschädigte Aufkleber auf der Röhre
 
 

Im Bereich des Aufklebers befinden sich noch  eingeätzt: zwei schlecht identifizierbare Buchstaben, vermutlich G.M. mit jeweils einem Punkt dahinter und dann No.293815. Das dürfte die Gebrauchmusternummer für den Regulator sein. Darunter No. 253446 und darunter in größerer Schrift nur die Zahl 54025.

 

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Der Regulator nach Gebrauchsmuster DRGM 293815 vom 09.11.1906 von J. Schilling, Gehlberg Eine belüftete Funkenstrecke im Regulator. Eine Seite der eingeschmolzene Platindraht, auf der Gegenseite eine einfache Elektrode.
 
 

 

 
 

Auffällig ist die sehr lange Verbindung zwischen dem zylindrischen Teil der Röntgenröhre und dem Regulator. Es stellt sich die Frage "warum"?

Könnte es daran liegen, dass diese Röhre zunächst ohne den abgebildeten Regulator hergestellt wurde und das ersten Stück zunächst einen Stoff, z.B. Asbest, enthielt, das bei Erwärmung eine geringe Gasmenge frei setzte?

Als später der abgebildete, effizientere Regulator bekannt war und zur Verfügung stand, hat man den Stützen geöffnet, das Reguliermaterial entfernt, und den neuen Regulator angeschmolzen. Da dieser aber wegen seiner Länge nicht direkt am alten Stutzen unterzubringen war - er wäre an den Glaskolben gestoßen -  hat man das Rohr verlängert.

 

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Der Träger der Antikathode aus Kupfer eingezogene Glasspitzen zentrieren die Antikathode, sowohl oben als auch unten.
 
  Hier noch ein interessanter Link:

http://www.biosensor-physik.de/biosensor/roentgen.htm

Es könnte sich ebenfalls um eine Radiguet handeln.

 

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Positionierung der Antikathode im Glasrohr durch eingeschmolzene Dellen.  

# 18521

Die folgende Röhre # 18521 hat einen Aufkleber mit der Schrift: "Radiguet". Da sie in der Durchführung der Anschlüsse hell scheinende Drähte, vermutlich Platin verwendet, muss sie in der Frühzeit kurz nach 1900 entstanden sein. Da Radiguet angeblich selbst keine Röntgenröhren hergestellt haben soll, stellt sich die Frage, wer hat sie gebaut? Da der Regulator der # 18415 von Schilling stammt, könnte diese # 18521 vielleicht auch von Schilling stammen. Eine mit 80mm Kugel und ansonsten gleichem Aussehen ist dort zumindest im Katalog zu finden. Leider ist auf der Zeichnung im Katalog die Halterung des Platinspiegels nicht zu erkennen.

 

Durchmesser der Kugel 80mm Platinspiegel der Antikathode von 4 Laschen gehalten

Rückseite der Antikathode Die Kathode


Rückseite der Anode, relativ weit in der Kugel Eingeätzte Beschriftung: "Nr. 11011"

Glasdurchführung aus Platin und Anschlusskappe Das aufgeklebte Schild
 
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