Robert von Lieben / Liebenröhre   

 

©  Tube Collection Udo Radtke,
Germany
  2015-07-17

Robert v. Lieben, geb. 1878 in Wien, gestorben 1913 in Wien wuchs in einer wohlhabenden jüdischen Familie auf. So konnte er leicht seinen wissenschaftlichen Neigungen nachgehen.

Er besuchte ein akademisches Gymnasium, dann eine Realschule in Wien, ohne jedoch einen Abschluss zu erlangen.

Nach der Schule ging er als Volontär zu den Schuckert-Werken in Nürnberg. Nach einer Zeit als Gasthörer an der Wiener Universität ging er 1899 für ein Jahr an das Göttinger Institut für physikalische Chemie von Walther Nernst, wo er allerdings keinen Studienabschluss erreichte. Wieder zurück in Wien, richtete er sich ein Labor ein. 1904 kaufte er eine Telefonfabrik.

1906 meldete von Lieben sein erstes Patent an, das Kathodenstrahlrelais, das erstmals die Verstärkung von Übertragungssignalen, also etwa dem Ton über eine Telefonleitung, ermöglichte.

Er verstarb bereits in jungen Jahren am 20.Februar 1913 an einem, wie die Telefunkenzeitung in ihrer Ausgabe September 1923 berichtet, "tückischen Leiden". Bereits 1907 konnte er in seinem Labor in  Wien die Wirkungsweise seiner Röhre demonstrieren und die Lautstärke von Telefongesprächen verstärken.

Eigentlich gibt es drei Erfinder der Röhre.

Flemming: baute die Diode zum Empfang von Funkensendern.

De Forest: baute die erste Triode zum Rundfunkempfang

Von Lieben: baute die erste Triode zur Verstärkung von Telefonsignalen

In einem Buch "Die Liebens", herausgegeben vom jüdischen Museum in Wien gibt es eine hervorragende Dokumentation zu Robert von Lieben und seinem Wirken.

Eine weitere umfassende Übersicht zum Wirken von "Robert von Lieben" finden Sie in dem Buch von Prof. Franz Pichler

"Robert von Lieben, 100 Jahre Patent Kathodenstrahlrelais"

Darstellungen der Arbeiten im Wiener Labor 1905-1911,Vergleich mit dem Audion von Lee de Forest und der Entwicklung der Hochvakumröhre in den USA bei Western Electric (Arnold) und General Electric ( Langmuir ),
Biographische Skizzen zu Robert von Lieben, Richard Leiser, Eugen Reisz und Siegmund  Strauß

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Liebenmedaille schrieb Peter Braunstein aus Wien folgendes:

  Die Österreichische Radioverkehrs A.G. = RAVAG (österreichische Rundfunksendeanstalt, Vorläufer des ORF ) veranstaltete am 26.April 1927 eine   Lieben Gedenkfeier um den verdienten Österreicher zu ehren. Es lag zu diesem Zeitpunkt weder ein runder Geburtstag noch ein besonderer Bezug zu seinem Sterbedatum vor.

Dr. Richtera, der technische Direktor der RAVAG dürfte die Idee einer Lieben-Würdigung gehabt haben.

  So wurde im Auftrag der RAVAG bei dem Bildhauer Anton Gerhard in Auftrag gegeben. Diese Tafel wurde am   Gebäude der RAVAG in Wien 1, in der Johannisgasse enthüllt. Zu diesem Anlass wurde dann auch die Liebenmedaille aufgelegt. 

  Von diesem Ereignis wurde in der Zeitschrift "Radio Wien" Heft Nr.30, 25. April bis 1. Mai 1927 berichtet.

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A comprehensive documentation about Robert von Lieben you will find in Prof. Franz Pichlers book:

"Robert von Lieben,100 Jahre Patent
Kathodenstrahlrelais"

Research on the LRS relay in Vienna 1905-1911, comparison with the de Forest audion, development of the high vacuum tube at Western Electric (Arnold) and Generals Electric ( Langmuir), biographical scetches of Robert von Lieben, Richard Leiser, Eugen Reisz and Siegmund Strauss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Original Liebenröhre / kein Replika

Wer einmal sehen möchte, wie das Teil heute noch funktioniert, hier ein Link dazu:

http://www.sokoll-technologies.de/Museum/BesondereRoehre/KennlinieLiebenroehre.html


Die Lieben-Röhre gilt heute als absolute Rarität. Mir sind etwa 25 Stück - über auf der ganze Welt verteilt - bekannt, davon die meisten in den großen Museen und nur wenige in Privatbesitz.

Die Fotos zeigen die Original-Röhre im Ganzen als     auch einige Details.

In letzter Zeit hat es einige Versuche gegeben, von dieser Röhre Repliken herzustellen. Der Aufwand ist aber recht groß.   Sie sind, wenn man die Originalröhre kennt, an Details äußerlich sehr einfach zu  erkennen.

>>Link zu Replika der Lieben-Röhre


Der oxydbeschichtete Faden, zick-zack förmig gespannt, als Kathode.

   Bemerkenswert der Gitterteller mit seinen Löchern. Er besteht  aus zwei Teilen, weil man ihn sonst nicht in den Glaskolben einbauen konnte.

Eine Spirale aus Aluminiumdraht als Anode. 


Die Getterpille im seitlichen Arm Beschriftung Beschriftung

Die Röhren waren im praktischen Betrieb nicht besonders zuverlässig.

Es hat offensichtlich mehrere Varianten der Liebenröhre gegeben. Bekannt sind eine große und eine kleine Bauart, die im Sammlerkreisen vorhanden sind. Eine weitere Bauart mit zwei seitlichen Kolben, also zwei Systemen, wird in der Literatur erwähnt.

Der Sockel hat die übliche Bauform mit 3 Stiften und einem Hülsenstift. Das nachfolgende Archiv-Foto zeigt aber auch eine Variante mit Bajonettsockel.

Nachfolgend ein Replika aus Cursdorf

 

   Nachfolgend einige Fotos vom original  Lieben Verstärker.

Mit freundlicher Genehmigung durch Bengt Svensson Schweden

The following Fotos show an original "Lieben-Amplifier"

            By permission of Bengt Svensson, Sweden.