Röntgen Geschichte Europa  /  
X-Ray History Europe

 

©  Tube Museum / Collection Udo Radtke,
Germany
  2014-07-24

 

Nach der Endeckung der Röntgenstrahlen im Jahre 1895 durch Röntgen versuchten einige Firmen sofort solche Ionen-Röntgenröhren zu bauen, zumal sich nach Bekanntwerden ein bedeutsamer Markt in der Medizin abzeichnete.

In USA waren das die Firmen Green & Bauer, Queen, Macalaster-Wiggin-Co, Victor, General Electric.

In Deutschland lag das Zentrum dieser Entwicklung sicherlich in Thüringen, wo etliche Glasbläsereien und entsprechende Erfahrungen vorhanden waren. Hier waren es insbesondere Gundelach in Gehlberg, Pressler in Leipzig und Cursdorf. Aber auch CHF Müller, der als Glasbläser in Thüringen gearbeitet hatte, begann Anfang 1900 in Hamburg mit dem Bau von Ionen-Röntgenröhren.

Diese Ionenröhren hatten jedoch nur eine geringe Leistung und veränderten mit zunehmender Betriebszeit ihr Vakuum. Dies musste dann über verschiedene Ausführungen von sogenannten Regenerier- oder Regulier-Einrichtungen  ständig angepasst werden.

1913 erfand Coolidge bei General Electric, USA, die erste Röntgenröhre mit einer Glühkathode, die eine deutlich größere Leistung besaß und gleich bleibende Röntgenstrahlung lieferte.

Ende 1918 gründeten Kiesewetter und Ungelenk in Rudolstadt die Firma: "Ungelenk und Kiesewetter, Glastechnische Werkstätten" um ebenfalls Röntgenröhren zu bauen. Ungelenk war Elektromechaniker und Kiesewetter Glasbläser. Er wurde im 1. Weltkrieg  nach Berlin abkommandiert, um dort an der Entwicklung von Senderöhren mitzuwirken. Das Unternehmen war jedoch finanziell schwach aufgestellt.

1919 nahm man dann mit der VEIFA (Vereinigten Elektrotechnischen Institute Frankfurt-Aschaffenburg) Kontakt auf beschäftigte sich mit der Herstellung von Glühkathoden. Als dies 1920 gelang gründete man die Phönix GmbH, Glastechnische Werkstätten Rudolstadt. Gesellschafter waren neben Ungelenk und Kiesewetter die Herren Dessauer und Weil-Einstein.

Hier jetzt zunächst ein Rückblick auf die VEIFA. Sie wurde seinerzeit von dem Röntgenpionier Dessauer gegründet.

1916 vereinigte sich die VEIFA mit der 1877 gegründeten Reiniger, Gebbert & Schall AG (RGS) in Erlangen.

1925 vereinigten sich die VEIFA und die Reiniger, Gebbert & Schall AG wiederum mit der in Berlin ansässigen Firma Siemens zu der vertriebsorganisation Siemens-Reiniger-Veifa-Gesellschaft für medizinische Technik mbH (SRV).

1932 entstand daraus die Siemens-Reiniger-Werke AG (SRW) mit Sitz in Erlangen.

https://w3.siemens.de/siemens-stadt/anderlo0.htm

1922 im Herbst schied Kiesewetter aus und gründete in Rudolstadt eine eigene Röntgenröhrenfabrik. Merkwürdigerweise ist zu dieser Produktion so gut wie nichts zu finden.

Zurück nach Rudolstadt: Das weitere Geschehen entnehmen Sie bitte den nachfolgenden "Links".

 

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Weitere Links:

http://www.yumpu.com/de/document/view/8695284/mit-rontgen-auf-kurs-das-rontgenrohrenwerk-der-siemens-ag-in-/165

http://opus4.kobv.de/opus4-fau/frontdoor/index/index/docId/1100


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