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Ebay. Da erwirbt man auf Ebay eine neue Röhre und gibt dem Verkäufer einige Instruktionen zur Verpackung, denn man möchte die teuer bezahlte Röhre auch möglichst heil in Empfang nehmen und zahlt sogar freiwillig für eine sichere Verpackung. Das Ergebnis: "Klugscheißer, Besserwisser, ich weiß selbst , wie man so etwas verpackt und verschickt, ist ja schließlich versichert". Nun gut, soweit alles heil ankommt, kein Problem damit, was aber, wenn Bruch ankommt oder im Innern der Röhre das System völlig verbogen, oder der Heizfaden inzwischen gebrochen ist oder lose teile in der Röhre herumfliegen. Wer kommt jetzt für den Schaden auf ? Ich weiß wovon ich rede und ich werde diese Seite auch zukünftig mit weiteren Fotos belegen. Eigentlich hätte ich schon früher damit anfangen sollen. Ich habe im Laufe der Zeit schon Päckchen bekommen, die kaum großer als eine Zigarettenschachtel waren und eine seltene Huth- Röhre im Wert von mehr als 100,- Euro enthielten. Manches war so hirnlos verpackt, dass man sich nur wundert. Es kommt auch sehr darauf an, was man verschickt. Eine sehr wertvolle und seltene Röhre oder eine von geringem Wert und jederzeit wieder beschaffbar. Entsprechend hat man zu verpacken. Versicherung. Selbst wenn eine Sendung versichert ist, hat man davon immer noch keine neue Röhre und wie die Post und DHL reagieren habe ich schon selbst erfahren. Ein Päckchen platt wie eine Briefmarke, als wäre ein LKW darüber gefahren. Kommentar der Post: "Hätten Sie`s als Paket verschickt, dann wäre es versichert gewesen". Also nichts! Hat man es als Paket mit DHL verschickt und reklamiert, dann hört man in der Regel auch nichts mehr. Vergessen Sie möglichst diese beiden Versandformen und erledigen Sie den Versand mit Hermes, GLS und ähnlichen Anbietern. Bislang nur beste Erfahrungen, auch im Umgang mit Ersatz. Wer sich mit Röhren, insbesondere großen Röhren und deren Besonderheiten, nicht auskennt kann beim Verpacken gravierende Fehler machen. In den meisten Fällen betrifft es nicht den Glaskolben, also nicht die Röhre als Ganzes, sondern das Innenleben. Es gibt auch Röhren, die man besser nur selbst transportieren sollte, da sie sich für heute übliche Versandformen nicht verpacken lassen. Es ist auch eine Frage der Seltenheit und des Wertes. Hat sie nichts gekostet und gibt es viele davon, kann man eher einen Versand wagen als wenn es sich um ein seltenes, teures Stück handelt. Soweit genug und jetzt zu den Details. Quetschfuß. Kleine Röhren haben eine Quetschfuß, durch den hindurch die Anschlüsse kommen und in denen auch einige Stäbchen eingeschmolzen sein können, die das System tragen. Erhält eine solche Röhre quer zum System einen Schlag, so können sich die Tragstäbe und somit das ganze System verbiegen. Sehr "verbiegefreundlich" sind Röhren von TKD, da reicht bereits ein leichter Stoß aus. Häufig bricht auch Glas am Quetschfuß ab, das dann lose in der Röhre "herumfliegt". Die Gefahr ist um so größer, je größer und schwerer das Innenleben ist und je weiter es vom Quetschfuß entfernt ist. Gleiches gilt auch für lang ausladende Glaskonstruktionen an deren Enden schwere Bauteile montiert sind. Dies kommt sehr oft bei Röntgenröhren vor, bei denen zur Wärmeaufnahme große Elektrodengewichte eingebaut sind. Fäden. Der Heizfaden ist insbesondere bei direktgeheizten Röhren eines der gegen Stoß empfindlichsten Bauteile, zu vergleichen mit einer Hochspannungsleitung zwischen zwei Masten. Oft genügt bereits ein kleiner Stoß und er reißt ab. Manche Fäden sind alterungsbedingt sehr brüchig und vertragen nicht den geringsten Stoß. Andere halten da schon einiges aus. Senkrechter Transport ist immer günstig, aber bei Paketen in der weiteren Handhabung nicht sicherzustellen. Also weich verpacken oder abholen lassen. Spitzen, Zipfel. Gemeint sind die Röhren bei denen der Pumpstutzen oben oder seitlich auf dem Glaskolben vorhanden ist. Sie sind immer sehr empfindlich sollten besonders geschützt werden. Man kann hier Weichschaumklötzchen aufleben und mit Klebeband befestigen, aber bitte nur, wenn das Klebeband nicht auf die Beschichtung oder Beschriftung der Röhre kommt. Sonst das Ganze in einer Luftpolsterfolie mehrfach einwickeln. Transportverpackungen. Große Senderöhren wurden und werden in Transportverpackungen geliefert. Das sind in der Regel große Kisten oder Kartons mit federnd aufgehängten Röhren, die so nach allen Seiten hin "schwingen" können. Natürlich ist das ein großer Aufwand aber die Röhren haben häufig einen Wert von mehreren 10.000 Euro. Karton. Das mindeste ist ein ausreichend stabiler Karton, der sich nicht gleich bei der erstbesten Belastung zusammendrücken lässt. Er sollte so groß bemessen sein, dass bei Verpackung einer kleinen Röhre von ca. 10cm Höhe mindestens einen allseitigen Wandabstand von 50mm und bei einer großen Röhre von ca. 30cm Höhe, mindestens einen solcher von 10cm eingehalten werden kann. Wer keinen passenden Karton hat, findet sicher bei großen Handelsketten hinreichende Verpackungen. Zumindest in an meinem Wohnort gibt es auch den "Packpoint", der alles hat bis hin zum größten zulässigen Karton bei DHL. Box in Box. Das ist sicher für wertvolle Röhren eine zusätzliche Maßnahme. Dies ist allerdings nur dann wirksam, wenn die Röhre in dem inneren Karton sehr weich verpackt ist und dieser wiederum im äußeren Karton weich verpackt wird. Ist die innere Verpackung nicht weich, so wird das Risiko eines Schadens sogar noch erhöht. Der innere Karton kann in dem größeren nicht mehr so weich federn, wie es die Röhre ohne inneren Karton könnte. Genau so unsinnig ist es, den inneren Karton gegenüber dem äußeren hart zu polstern, z.B. durch eine nur dünne Schicht "Chips" oder sogar harten Styroporteilen aus Dämmplatten oder anderen Schutzverpackungen aus Styropor. Abstände. Untereinander benötigen Röhren, wenn sie einzeln weich verpackt sind, keinen weiteren Abstand, können also dicht an dicht verpackt werden. Bei großen Röhren empfehle ich immer einen Abstand untereinander von mindestens 5cm, der auch weich gepolstert sein muss. Verpackungsmaterial. Das wohl beste Verpackungsmaterial ist Holzwolle, die sich bei der Versendung von Porzellan seit Jahrzehnten bestens bewährt hat. Leider nicht mehr so einfach zu beschaffen und mit etwas "Schweinerei" verbunden. Des weiteren gibt es die bekannten Verpackungs-Chips aus Styropor oder Kartoffelstärke. Doch hier Vorsicht! Kleine, schwere Röhren können durch Vibrationen beim Transport langsam nach unten wandern und liegen letztendlich ohne weiteren Schutz auf dem Boden des Kartons auf. Solche Röhren verpackt man am besten in einer weiteren Schachtel mit zusammengeknautschtem Zeitungspapier als Polsterung und legt diese dann in den größeren Karton mit den Chips. Genauso hervorragend hat sich zusammengeknautschtes Zeitungspapier bewährt, sofern Seite für Seite geknautscht wird und nicht gleich die ganze Zeitung. Macht etwas Mühe, ist aber überall vorhanden und sehr sicher. Lufttaschen, so bezeichne ich die mit Luft gefüllten verschweißten Folientaschen bieten auch eine sehr guten Schutz, wenn die Röhre nicht klein und zu schwer sind. Sie sind sehr gut zu verwenden, wenn es um einen sicheren Versand per "Maxibrief" ins Ausland geht, wo es auf jedes Gramm Gewicht ankommt. Je größer eine Röhre, desto schwieriger der Transport. Pakete laufen über Sortieranlagen, werden dort gestoßen, fallen auf Transportbänder und prallen gegeneinander. Geht dabei eine Röhre zu Bruch, bekommt man nach meiner Erfahrung, zumindest bei DHL, keinen Ersatz. Große Röhren. Bestimmte Röhren lassen sich nur in teuren und aufwendigen Verpackungen per Spedition verschicken. Die Kisten dürfen nur senkrecht stehend transportiert werden und einige bringen zur Überwachung im Innern der Kisten entsprechende Indikatoren an, an denen der Empfänger feststellen kann, ob die Kiste eine andere Lage als die Senkrechte hatte. Die Röhren hängen meist senkrecht und federnd in diesen Transportkisten. Stöße beim Transport oder der Be- und Entladung werden vom Federsystem aufgefangen. Die Sache ist in jedem Fall sehr kostenintensiv und für einen Sammler stehen solche Kisten selten zur Verfügung. Die häufigsten Schäden beim Transport sind: 1. Heizfadenbrüche Manche Röhren sollte man besser selbst transportiere oder nur vom Empfänger selbst abholen lassen. Ich selbst habe häufig eine Röhre in einen Jutesack gepackt und diesen mit 4 Gummistrippen an den Handgriffen und unten in meinem Auto befestigt transportiert. Gefahren. Manche Röhren enthalten giftige Stoffe. Quecksilber, Gase, Oxyde. Werden diese Stoffe bei der Zerstörung einer Röhre freigesetzt, so sollte man sofort die Luft anhalten und versuchen ins Freie zu gelangen. Dort kann man in Ruhe die nächsten Schritte überlegen. Ebenso große Gefahren gehen von einer Implosion aus, wenn man von Glassplittern getroffen wird. Deshalb empfehle ich, größere Röhren beim Transport mit dem Auto zunächst gut zu verpacken und dann zu sichern. |
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So kam eine RS284, ca. 30cm hoch, bei mir an, obwohl ich zu den Euro 126,- noch 7,- für eine sichere Verpackung drauflegte. |
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