Reiniger, Gebbert & Schall

 

©  Tube Museum / Collection
Udo Radtke,  Germany
  2016-11-13

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1886 wurde Reiniger, Gebbert & Schall durch Zusammenschluss gegründet.

Erwin Moritz Reiniger, Erlangen
Max Gebbert und Karl Friedich Schall, Stuttgart.

Gegenstand des Unternehmens war die Herstellung und der Vertrieb von medizintechnischen Produkten und später elektrotechnischen Komponenten.

1887 schied Schall wieder aus, ging nach London und wurde dort Generalvertreter für RGS in Großbritanien.

1893 hatte man etwa 100 Mitarbeiter und zog in ein größeres Gebäude in Erlangen.

1895 schied Schall aus dem Unternehmen aus. Mit seiner Abfindung in Höhe von 100.000,- RM erwarb er die Bayrische Glühlampenfabrik in München.

1896 reagierte der noch verbliebene Max Gebbert bereits auf die Entdeckung der Röntgenstrahlen und richtete sich auf die Produktion von Röntgenröhren und Röntgen-Apparaten ein.

1897 Einen kompletten Katalog aus dem Jahre 1897 gibt es hier:

http://echo.mpiwg-berlin.mpg.de/ECHOdocuView?url=/permanent/vlp/lit17689/index.meta&start=201&pn=1

1906 wurde die RGS eine Aktiengesellschaft mit 1.250.000,- RM

1907 verstarb Gebbert.

Nach dem ersten Weltkrieg führten zweifelhafte Geschäfte des Vorstandsmitglieds Karl Wilhelm Zitzmann zu finanziellen Problemen,

1923, nach der Umstellung auf Rentenmark, erreichte die Verschuldung einen Betrag von 6 Mio Goldmark.

1925 einigte man sich mit Siemens & Halske auf die Übernahme der Aktien und den Verbleib der medizintechnischen Produktion in Erlangen.

1932 wurden RGS mit der Phönix Röntgenröhren-Fabriken AG mit Sitz Rudolstadt  (Thüringen) und dem Vertriebsunternehmen Siemens-Reiniger-Veifa Gesellschaft für medizinische Technik m.b.H. i n Berlin (Veifa: „Vereinigte Elektrotechnische Institute Frankfurt-Aschaffenburg zur "Siemens-Reiniger- Werke AG" vereinigt. Die elektromedizinische Fabrikation von Siemens & Halske wurde sukzessive von Berlin nach Erlangen verlegt.

Es gibt für mich keine Erkenntnis darüber, in wie weit RGS selbst Röhren herstellte. In manchen Fällen ließ man Röhren, z.B. von Gundelach bauen. Zum Beispiel ist die K-Röhre von Gundelach auf einer Seite mit "Gundelach" und auf der gegenüber liegenden Seite mit Reiniger, Gebbert & Schall beschriftet.

Auf einer Katalog-Innenseite wird z.B. auch auf die jahrelang guten Beziehungen zu Hirschmann hingewiesen.

Dennoch im Katalog von 1911 die nachfolgende Stelle mit der Angabe "eigenes Fabikat".

 

 

   
   

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