Military England

 

©  Tube Museum / Collection
Udo Radtke,  Germany
  2016-12-13

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Auf dieser Seite werden Röhren behandelt, die im wesentlichen vom Militär benutzt wurden. Viele dieser Typen wurden  von verschiedenen Herstellern produziert, um den Bedarf decken zu können.

Insofern kann es vorkommen, dass einige dieser Röhren auch beim jeweiligen Hersteller erneut behandelt  werden.

 

Typen / Types:

rot = Röhre + Foto eingebaut /  red = tube in collection + picture on Website
blau = Röhre vorhanden, Foto kommt / blue = tube in collection, picture in progress.
schwarz oder nicht gelistet = fehlt noch /  black or not listed = tube missing in collection.


Die Round- und White Valve waren für den militärischen Einsatz relativ groß. Sie konnten jedoch ohne Beeinträchtigung ihrer Funktion und elektrischen Werte nicht kleiner gebaut werden.


 
Round Valves   White Valve

So wurde 1916 von der British Thomson Huston Company in Rugby Versuche unternommen, ein Spherical Audion mit besseren Eigenschaften zu entwickeln. Man kam aber nach weiteren Untersuchungen der Struktur dieser Röhren zum Ergebnis, so keine leistungsfähige Röhre bauen zu können.

Stattdessen wurde eine der TM-Röhre ähnliche "soft-tube" , die R2 entwickelt. Diese war zunächst mit Stickstoff gefüllt.

Später, als man feststellte, dass Stickstoff von den Elektroden absorbiert wurde, hat man ab September  1917 die Röhren mit Helium gefüllt.

Die erste Großserie wurde 1917 von Osram Robertson Works hergestellt. Sie wurde aber auch von BTH und Ediswan gebaut.

Eine Modifikation der R2 ist die R2A, hergestellt von Osram, die mit geringerer Anodenspannung auskam. Sie wurde von der Britischen Marine im letzten Jahr des WW I verwendet.

 



R2  Osram R2  Osram R2  Osram

     
R2A    


Damit war das Ende der "soft valves" zu Ende und es begann die Entwicklung der "hard valves".

1914 kam W.J. Picken von der Marconi`s Wireless Telegraph Company Ltd. mit den ersten spherical Audions in Kontakt, die man hochgradig evakuierte hatte. Später wurden auch Untersuchungen an Pliotrons durchgeführt.

Inzwischen hatte auch BTH die französische TM weiterentwickelt und brachte die hoch evakuierte R-Röhre heraus. Diese wurde dann ab 1916 von allen Britischen Herstellern, allerdings unter verschiedenen Bezeichnungen produziert.

So war die bei Ediswan hergestellte R die ES1. Die Ausführungen der R-Röhre waren äußerlich sehr unterschiedlich.



R -  Valve Osram GEC  R -  Valve Royal Ediswan R -  Valve MOV

Irgend wie ist es nicht zu verstehen, dass zunächst eine R2, dann eine R, keine R3, dann aber wieder eine R4 gebaut wurde.

Die R-Röhre konnte bei der British Navy nicht den gesamten Frequenzbereich abdecken. Erst zufällige Beobachtungen von Edmundson brachten bei BTH den Erfolg. Bei nicht korrekten Fäden in R-Röhren, bei denen der Abstand zum Gitter geringer war, stellte man die Verwendbarkeit für höhere Frequenzen fest. Dies führte zur Entwicklung der R4.


 
R4 -  Valve  NR4 -  Valve Navy ( Mullard )  

In der Folge wurde eine R4A mit geringerer Heizleistung gebaut, die jedoch wegen der höheren Fadentemperatur sehr stark rauschte.

Für den Einsatz in Verstärkern wurde ausschließlich die R4B mit Wolfram-Faden gebaut. Es folgte 1919 eine R4C, hergestellt von der General Electric Co. Ltd.


   
 R4A -  Valve R4B -  Valve  R4C -  Valve Ediswan

Erst mit der Entwicklung einer R5 wurde das vorläufige Ende der R-Serie erreicht und man konzentrierte sich auf das von Captain Round  entwickelte design der V24 Röhre. Dieser hatte   bereits für die British Marconi Company in 1916 die V24 entwickelt, die speziell in HF-Verstärkern Verwendung fand. Es gibt sie in unterschiedlichen Varianten, besonders was die Aufhängung des Fadens betrifft.

   
R5  GEC    

Durch die besondere Anordnung der Zuleitungen zu den Elektroden ließen sich die Kapazitäten und Widerstände zwischen diesen deutlich senken.

Man verließ den bis dahin üblichen Stiftsockel, der wegen seiner hygroskopischen Zementmasse, die den Sockel mit dem Glaskolben verband. Das hygroskopische Verhalten beeinflusste ständig die  Widerstände und Kapazitäten zwischen den Stiften. 

Die Weiterentwicklung der V24 war die Q mit einem Maschengitter. Sie erzielte eine höhere Verstärkung.



V24 -  Valves British Marconi Company  Q -  Valve, British Marconi Company QX -  Valve

1920 kam von der British Marconi Company eine FE1 heraus, bei der das zylindrische Maschengitter noch von einem weiteren zylindrischen Maschengitter umgeben war. Dies erhielt eine positive Spannung, um die Elektronen zur Anode zu ziehen.

Danach folgte eine FE2 mit ähnlichen Werten, jedoch kleiner als die FE1.



 
FE1  British Marconi Company FE2  British Marconi Company  

Eine R6 kam offensichtlich nicht über das Stadium eines "Experimentals" hinaus. Eine R8 soll sich im Sience Museum London befinden.

Alle R-Röhren-Typen wurden bei der Navy mit einem zusätzlichen "N" versehen. Aus einer R2 entstand dann z.B. eine NR2.

Bei der British Air Force wurden noch zwei weitere Typen auf Basis der R5 verwendet, die Airforce C ab 1918 bzw. ab 1919 eine Airforce D mit größerem Anodendurchmesser.


 
 Airforce "C"  Osram GEC  Variante 1 Airforce "C" Osram GEC Variante 2 Airforce "C" Osram GEC Variante Variante 3  

 
 Airforce "C" Royal   Ediswan Variante 4   Airforce "D"    Royal Ediswan

Zwei weitere Röhren von BTH  sind noch zu erwähnen. Eine Type "A" die bis auf das Gitter der französischen TM ähnlich war und 1917 erschien.

Ferner 1918 eine Type "B" mit einem kleineren Maschengitter und einem größerem Vakuum, so dass die Röhre mit bis zu 800V Anodenspannung als Senderöhre verwendet werden konnte.


     
 Type "A" von BTH Type "B" von BTH  

Nachfolgend noch weitere Röhren, die ebenfalls bei der "Army" zum Einsatz gekommen sein dürften, da ihre Bauart ähnlich ist.

 "ORA"  Mullard "NR7A"  MOV "NR7X"   BTH "NR7X"   MOV


 "NR14"  Ediswan "NR14"  MOV "NR14"   MOV "NR14"   Mullard


NR14  Ediswan "NT10"  Ediswan "NT13"  MOV "R10X"   MOV

 

"T10X"   MOV  "T.10XB"  Herst.unbekannt "S3" ???  Mullard "???"  Mullard

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