Höchstdruck-Lampen

 

©  Tube Collection Udo Radtke,
Germany
  2014-10-25

 

Xenon-Gasentladungslampen bestehen aus einem dickwandigen, mit Xenon gefüllten Quarzglaskolben, in dem zwei massive Wolfram-Elektroden eingeschmolzen sind. Die Kathode ist ein vergleichsweise kleiner Kegel, der auf einem dünneren Wolframstift festgeschweißt ist. Die Anode ist ein großer zylindrischer Wolframkörper, dessen Stirnfläche mit einer Fase versehen ist und die zur Kathode gerichtet ist. Die Kathode enthält bis zu 3 Prozent ²³² Thorium, um die Austrittsarbeit für Elektronen und somit die Zündspannung zu reduzieren.

 

 

Text:

  

 

 
Xenon-Höchstdrucklampen (Quelle: Wikipedia) 

Betrieb und technische Besonderheiten

Xenon-Gasentladungslampen müssen mit einem oft hochfrequenten Hochspannungsimpuls von bis zu 50 kV gezündet werden, da sich im kalten Zustand eine nicht leitende Gasstrecke zwischen den Elektroden befindet. Einmal gezündet, entsteht zwischen den Elektroden der Xenon-Gasentladungslampe ein ionisierter Lichtbogen, der durch die kontinuierliche Zufuhr eines geglätteten Gleichstroms aufrechterhalten wird. Je besser die Betriebsspannung durch ein Vorsteuergerät geglättet ist, desto größer ist die Lebensdauer der Lampe und die Qualität des abgegebenen Lichtes.

Der Druck der Xenon-Edelgasfüllung steigt während des Betriebs von etwa 8 bar (0,8 MPa) im kalten Zustand auf bis zu 70 bar (7 MPa) an. Der große Druck verbreitert die Emissionslinien des Plasma zu einem im sichtbaren Bereich nahezu kontinuierlichem Spektrum mit einer Farbtemperatur von etwa 6000 K, was der Farbe von Tageslicht entspricht. Große Wärmeverluste entstehen durch die starke Aufheizung der Anode. Diese wird durch die eintreffenden Elektronen im Betrieb rot glühend. Um die Wärme besser abstrahlen zu können, benötigt sie eine größere Außenfläche. Eine Heißwiederzündung der Lampe ist mit geeigneten Vorschaltgeräten möglich.

Die hohen Temperaturen und der Druck, unter dem eine handelsübliche Xenon-Gasentladungslampe steht, führen dazu, dass der Betrieb eines solchen Leuchtkörpers mit einem relativ großen Aufwand verbunden ist. Die meisten Lampentypen benötigen für den reibungslosen Betrieb Kühlungsvorrichtungen und ein explosionssicheres Gehäuse. Abhängig vom Verwendungszweck werden Xenon-Gasentladungslampen auch mit dotiertem beziehungsweise beschichtetem Quarzglas hergestellt, um die Ultraviolettstrahlung des erzeugten Strahlungsspektrums zurückzuhalten und so die Ozonbildung und die Strahlungsbelastung der Optik zu verringern.

Xenon-Gasentladungslampen haben ein Leuchtzentrum von nur wenigen Millimetern Ausdehnung, wobei der Punkt der größten Leuchtdichte direkt an der Kathode liegt. Sie werden daher auch als Kurzbogenlampen bezeichnet. Die geringe Größe der Lichtquelle und ihre große Intensität erlaubt wirkungsvolle Bündelung.

Die Lichtausbeute ist deutlich höher als beispielsweise der von Glühlampen. Sie ist jedoch mit ca. 50 lm/W niedriger als der von vielen anderen Gasentladungslampen.

Anwendung

Wegen ihres hohen Preises und des aufwendigen und nicht ganz ungefährlichen Betriebs wird die Xenon-Gasentladungslampe nur für spezielle Zwecke verwendet. Diese Faktoren fallen vor allem bei Kinoprojektoren, Festkörperlasen, Effekt- und Suchscheinwerfern, Lichtquellen für wissenschaftliche Anwendungen und Leuchttürmen ins Gewicht.

Spezielle Varianten der Xenon-Gasentladungslampen werden zur Herstellung von Platinen oder zur biologischen Reinigung von Trinkwasser verwendet. Bei Lampentypen, die für diese Anwendungsgebiete vorgesehen sind, wird undotiertes Glas verwendet.

Gefahren im Umgang

Durch den hohen Druck selbst im kalten Zustand besteht bei mechanischen Beschädigungen der Lampe ein Explosionsrisiko. Durch ein Zersplittern des Kolbens können schwere Verletzungen bei umstehenden Personen verursacht werden. Eine heiße Lampe ist infolge des höheren Drucks und der beanspruchten Materialien entsprechend gefährlicher.

Selbst die ozonfreien Lampen strahlen große Mengen längerwelliges UV-Licht ab. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen führt die Strahlung auf unbedeckter Haut in Kürze zu Verbrennungen und steigert längerfristig das Krebsrisiko.

Die Leuchtdichte des Lichtbogens ist so hoch, dass der ungeschützte Blick auf diesen innerhalb kürzester Zeit schwere Schäden der Netzhaut bis hin zur Erblindung verursachen kann.

Im professionellen Bereich (Kinoprojektion, Medizintechnik, Messtechnik und Materialprüfung) sind daher eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen üblich, wie zum Beispiel

  • Eingehende Schulung von Bedien- und Wartungspersonal
  • Betrieb nur in geeigneten geschlossenen Gehäusen
  • Augenschutz mit Spezialbrillen oder Absperrung der Lichtausbreitungswege
  • Wechsel und Transport nur in speziellen Lexanbehältern
  • Einsatz spezieller Schutzkleidung bei der Handhabung

Typen / Types:

 CDXL_30SD, UXL-70SC, HBO 200W, XBO 900W, HBO 500,

rot = Röhre + Foto eingebaut /  red = tube in collection + picture on Website
blau = Röhre vorhanden, Foto kommt / blue = tube in collection, picture in progress.
schwarz oder nicht gelistet = fehlt noch /  black or not listed = tube missing in collection.


CDXL-30SD Protection UXL-70SC

XBO 900W  Osram MEC/U 1/10KW  Mazda HBO 200W  Osram

 
DXL-40SRX  USHIO HBO500 von BGW  

    Sollte jemand eine Fehler finden oder etwas zu ergänzen haben, so bitte ich um eine Mail. 

   In case there is something incorrect or should be added, please send me a mail.