Gundelach vor 1903

 

©  Tube Museum / Collection
Udo Radtke,  Germany
  2017-12-02

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Bislang lagen mir nur Unterlagen von Gundlach ab 1903 vor. Deshalb beinhaltet die Aufstellung Gundelach-Typen keine früheren Erscheinungen.

Nachfolgend nun eine Werbeanzeige aus der Zeitschrift "Forstschritte auf dem Gebiert der Röntgenstrahlen" aus Band 5, 1901/1902

Hier erscheinen erstmals auch die einfachen Röntgenröhren mit oder ohne Osmose-Regenerierung nach D.R.P. No.103 100 von Ende 1898. Das Patent lautet aber auf Paul Villard und Paul Chabaud. Wieso Gundelach damit wirbt ist noch nicht ganz geklärt. Abgekauft, Lizenznahme oder ein spezieller Deal? Auf jeden Fall steht in den Gundelach-Preislisten, dass Röhren mit Osmo-Regeneration nicht nach Frankreich geliefert werden dürfen.

In der Anzeige steht auch "Röntgenröhren für große Energiemengen, D.R.P. No. 109 449" von 1899. Die Abbildung ist identisch mit den ab 1903 dargestellten "Patent-Röntgenröhren". Das bedeutet, dass es die "Patentröhre" schon ab 16.04.1899 bei Gundelach gegeben hat.

Patentschrift hier:     https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=DE000000109449A  

Im Buch: "Wilhelm Conrad Röntgen and the Early History of the Roentgen Rays" von Otto Glasser, gibt es auf S.380 das folgende Statement von Gundelach, vom 20.Augut 1929.

Es existiert ferner ein Schreiben, gerichtet an Prof. Holzknecht, Wien und Prof. Krause, Münster. Darin ist von Max Gundelach in Form von Zeichnungen festgehalten, wie die Entwicklung der Röhren bei Gundelach bis 1900 aussah.

Als Originalaufzeichnungen sind die mit Blaupapier und Schreibmaschine durchgeschriebenen und von Hand durchgezeichneten Durchschläge vorhanden. Das Papier ist brüchig, fleckig und verblichen, für eine Ausstellung nicht geeignet. Zudem sind Schrift und Zeichnungen der jeweiligen Rückseiten durch das Papier gefärbt, so dass sie schwer zu entziffern sind. Die Rekonstruktion erfolgte durch Scannen und Bildbearbeitung aller Handeinträge. Die Maschinenschrift wurde teilweise neu gesetzt. Die Rekonstruktion für das Museum der Gehlberger Glastradition wurde 2001 von Markus Henke (Ilmenau) und Prof. Dr. Keller (Manebach) ausgeführt.

Prof. Keller, der Bearbeiter dieser  Dokumente meint, dass dieses Schreiben von ca. 1916 stammt. Ich vermute aber, dass es von ca. 1923 stammt, da der Geheimrat Prof. Krause erst in diesem Jahr als Ordinarius nach Münster berufen wurde.

 In einem weiteren Schriftstück bittet Prof. Dr. Baensch vom Röntgeninstitut der Universitätsklinik Leipzig, bei  Gundelach um einige Röntgenröhren zu Ausstellungszwecken.

Daraufhin bietet Max Gundelach am 21.08.1929 folgende Röhren an:

Nachfolgend dazu einige Original-Röhren.

                           

Röhren von 1896, links ohne Kennzeichen, rechts m. Gundelach-Stempel und Nr.

Auf einer Tagung der Röntgengesellschaft im Jahre 1908 wurden von etlichen Herstellern Röntgenröhren ausgestellt.

https://ia801403.us.archive.org/34/items/verhandlungende01rngoog/verhandlungende01rngoog.pdf

Ab Seite 167 wird im einzelnen beschrieben, wer was ausgestellt hatte.

Nachfolgend eine Aufstellung zu ausgestellten Röhren von Gundelach:

Darüber hinaus gibt es noch eine Veröffentlichung darüber, was Gundelach 1904 auf der Weltausstellung in St Louis, seinerzeit ausstellte. >>hier

Wer ist noch im Besitz von Unterlagen oder Werbeanzeigen, von vor 1901 ? Solche könnten in den Bänden 1 bis 4 der "Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen" vorhanden sein.


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