GEMA |
©
Tube Collection Udo
Radtke,
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"GEMA" stand bis 1945 als Kürzel für "Gesellschaft für elektroakustische und mechanische Apparate mbH. Paul-Günther Erbslöh, 1905 in Düsseldorf geboren, und Hans-Karl Freiherr von Willisen, 1906 in Berlin geboren, gründeten sie am 16. Januar 1934 in Berlin neben ihrer 1931 erworbenen Firma "Tonographie", in der sie im Lohnauftrag mit Geräten eigener Entwicklung Sprache und Musik aufzeichneten. Geeignete Übertragungseinrichtungen entwickelten und bauten sie ebenfalls selbst. Schon als Gymnasiasten hatten sie sich mit Rundfunktechnik und elektrischer Tonaufzeichnung befasst. 1932 trat die Tonographie in Geschäftsbeziehungen zur Nachrichtenmittel- Versuchsanstalt der Marine, wo der Physiker Dr. Rudolf Kühnold sich mit der Ortung von Schiffen durch Reflexion von Wasserschall befasste. Uneigennützig verhalfen Erbslöh und von Willisen ihm rasch zu Erfolgen, weswegen er sie dann in weitere Überlegungen zur Ortung mittels Reflexion von Funkwellen einbezog. Von klassischen Funkfirmen hatte er keine Unterstützung erhalten, weil sie noch nicht glaubten, dass mit den geringen, damals erreichbaren Sendeleistungen auf Wellen unter 1m verwertbare Reflexion an Schiffen möglich sei. Der Tonographie gelang der grundsätzliche Nachweis der Reflexion mit dm-Wellen relativ schnell. Dr. Kühnhold selbst drängte, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen, obwohl er die Tonographie nicht formell beauftragen konnte. Um kein geschäftliches Risiko für ihre florierende Tonographie einzugehen, entschlossen Erslöh und von Willisen sich, eigens für die Belange der Marine die neue Firma GEMA zu gründen. Bereits am 26.September 1935 konnte die neue GEMA der Marineleitung ihr erstes einsatzfähiges Funkmeßgrät auf 52 cm erfolgreich vorführen. Daraus entwickelten sich die legendären "Seetakt-" und "Seeartgeräte" auf 80cm-Welle für mobilen und stationären Einsatz bei der Marine und die nicht weniger legendäre "Freya"-Familie auf 2m-Welle, besonders mit Fernsuchgeräten "Mammut" und "Wassermann" sowie rundum suchenden Panoramageräten für den Luftraum (Großraum). Da die Fertigungskapazität der GEMA begrenzttz war, geriet sie oft in Lieferengpässe. Daher sind zahlreiche Geräte und Baugruppen fremd gefertigt worden. Typische GEMA-Röhren mit der Bezeichnung VH... oder TS... sind unter anderem von AEG, Siemens, Lorenz und Telefunken gebaut worden. (Bauart/System: GEMA/bya). Die Dokumentation der Geräte und ihrer Entwicklung unterlag bis
1945 strenger Geheimhaltung und ist weitgehend vernichtet worden. Selbst
nach Kriegsende ist nur wenig über die GEMA geschrieben worden, zum
Teil unvollständig. Glückliche Umstände gaben Harry von Kroge erst
die Möglichkeit, nach jahrelangen Recherchen in seinem Buch mit dem
deutschen Titel "Gema -Berlin, Geburtsstätte der deutschen aktiven
Wasserschall- und Funkortungstechnik" ( englische Übersetzung:
"GEMA: Birthplace of German Radar and Sonar") in einzigartiger
Form umfassend zu berichten. Auskunft zum Buch und zu
Bezugsmöglichkeiten erteilt der Autor unter der Hamburger Rufnummer
040-760 48 68. |
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| Typen / Types: | TS1 | TS1a | TS2sp.| TS4sp. | TS5 | TS6 | TS41 | TS60/14 |
rot = Röhre + Foto eingebaut / red = tube in collection +
picture on Website |
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| TS1 | TS1a | TS2spez. |
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| TS4spez | TS5 | TS6 |