Friedlander X-ray, Chicago

 

©  Tube Museum / Collection
Udo Radtke,  Germany
  2017-09-05

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Robert Friedlander & Co., Chicago, 5th Floor Masonic Temple, Chicago,

Die Firma soll angeblich 1896 gegründet worden sein.

Hier der sehr umfangreiche Katalog No.3

http://www.fieldsforlife.org/bibliography_old_01/01_ANNO_IGNOTO/catalogueno3ofel00frie.pdf

Der Katalog enthält, wie viele andere Kataloge aus der Zeit, kein Datum. Aus dem nächsten Abschnitt, S.7 im Katalog, ergibt sich , dass Robert Friedlander bereits kurz nach Entdeckung der Röntgenstrahlen Ende 1895, mit dem Import von Röntgenröhren begann.

Im Schriftblock steht ferner, dass man in den vergangenen 10 Jahren nach dem Import von Röntgenröhren .......usw. Wenn man also bereits 1896 importierte, was eher unwahrscheinlich ist, 1897 aber schon möglich gewesen sein könnte, dann wäre 10 Jahre später,  das Erscheinungsjahr des Kataloges 1907 gewesen, was in Anbetracht des Inhaltes korrekt sein könnte.

aus S.7 im Calalogue

Aus dem nächsten Abschnitt ist zu entnehmen, dass man offensichtlich 1902 damit begann, selbst Röntgen-Röhren herzustellen.

  aus S. 7 im Catalogue

Friedlander meldete in USA folgende Patente an:

R. Friedlander, Chicago, USA, Duplex-Regulator / 23.06.1902 / 14.04.1903
https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=US000000725331A

P28

 

R. Friedlander, Chicago, USA / 15.07.1902 / 21.04.1903 / X-ray Tube  (Wassergekühlte Röhre + Regenerator)https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=US000000726044A

P29

Ziemlich zeitgleich erfolgte eine Anmeldung in gleicher Sache von einem Albert Friedländer, Berlin. Das legt den Schluss nah, dass es sich wohl um einen nahen Verwandten gehandelt hat, der hier für R. Friedlander handelte. Der Catalogue No.3 nennt nämlich gleichzeitig die Geschäftsorte Chicago und Berlin. Vermutlich hat R. Friedlander wohl seinen Ursprung in Deutschland, wanderte aber irgendwann nach USA aus. Mit dem ä konnte man in USA nichts anfangen und machte daraus wohl ein einfaches a.

Albert Friedländer, Berlin / R.F. Friedlander, Chicago / Röntgenröhren mit Regelungssubstanzen für die Gasdichte / 06.06.1902 / 07.12.1903
https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=DE000000145788A

P27

Auf Seite 21 wird die nachfolgende Röhre angeboten und dabei auf das DRP 145 788 Bezug genommen. Das ist genau das Patent, das von Friedländer, Berlin, angemeldet wurde.

Sehr verwundert darf man darüber sein, dass Friedlander Röntgenröhren von Gundelach, Gehlberg importierte, die mit dem Osmo-Regenerator nach DRP 103 100 ausgetattet sind. Warum hier Gundelach Dessauer Tubes steht ist merkwürdig. Es handelt sich hier um die original Gundelach Patentröhren Type a bis g.

Catalogue 3 / S. 23

Im gleichen Katalog werden auch die "leichten Röhren" von Gundelach angeboten.

Noch interessanter ist die nachfolgende Gundelach-Röhre, die mit dem Universal-Regulator von Friedlander angeboten wird. Das würde bedeuten, dass Friedlander seine Regulatoren von Gundelach anbauen ließ, oder diese sogar auch für Friedlander in Gehlberg gebaut wurden.

Es gab auch eine Zusammenarbeit mit R. Burger, Berlin, denn einige Patent-Nummern im Katalog von Burger gehören Friedlander, Chicago, aber auch Friedländer, Berlin.

Robert Friedlander verstarb 1915 an den Folgen der Röntgenstrahlung und mit ihm sein Unternehmen. Zumindest steht es so auf S.55 im Buch "Naket to the bones" von Bettyann Kevies.

 

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