Amplifying No.1

 

©  Tube Collection Udo Radtke,
Germany
  2016-12-15


Mit zunehmendem Abstand werden die Signale einer Telefon- Verbindung immer schwächer. Deshalb war es sinnvoll die Signale mit Röhren zu verstärken.

So wie in Deutschland um 1913 zunächst mit der Liebenröhre und später mit Vakuum-Röhren verstärkt wurde, verwendete man in England zunächst die Round- Röhre. Diese war jedoch wegen ihres mit "Asbest" gefüllten Zipfels, der stets mit großer Wärme zu behandeln war, schwer beherrschbar.

In der Folge wurde eine längliche Form mit hartem Vakuum entwickelt, die schon bedeutend besser war. Eine Fertigung mit einheitlichen, reproduzierbaren elektrischen Werten gestaltete sich ebenfalls schwierig.

Deshalb  griff auf die in Frankreich bereits erfolgreiche kugelförmige Bauart der TM- Röhre zurück. Daraus wurde dann die Type "Amplifying No.1."

Der Faden wurde aus Wolfram-Draht  spiralförmig gewickelt. Das Gitter wurde mit einem etwas größeren Durchmesser angefertigt und konzentrisch zum Faden angeordnet. Es wurde zunächst ebenfalls aus Wolfram, später jedoch aus einer Metall-Legierung hergestellt. Die Anode wurde ebenfalls als Spirale gefertigt und über dem Gitter angebracht. ( Abb.1 )

In der nachfolgenden Entwicklung, etwa ab 1919, verwendete man die heut noch klassische Form von Faden, Spiralgitter und geschlossenem Metallzylinder als Anode. Damit erreichte man bereits eine Lebensdauer von ca. 2000h.

Auf dem Prüfstand wurde die Heizspannung solange erhöht, bis die gewünschte Verstärkung erreicht war. Diese Spannung wurde dann der Röhre als Betriebsspannung zugeordnet.

Die Anschlüsse bestanden aus 4 laschenförmigen Streben, von denen die Anodenlasche rot markiert war.

 

 

With increasing distance of a telephone connection the signal becomes more and more weaker. Therefore it`s sensible to amplify the signals by tubes.

As in Germany about 1913, when a Lieben Valve and later vacuum tubes have been used for signal amplification, in England the Round Valve was tested. These had an extending tip filled with a wad of asbestos. When this got heated up the tube became "harder" and was working quite good. But this was only working during the first part of their lifetime and later not satisfactorily.

So they started devellopping a tubular valve with a hard vacuum, which was much better in result. A production with equal, reproducable electrical parameters was also still difficault.

Therefore they took over the already in France successfull used spherical version of the TM-Tube. This development concluded in the "Amplifying No1" Tubes.

The filament made of tungsten wire was wound spiral shaped. In the same manner was made the spiral grid which was placed concentrically to the filament. It was first also made of tungsten, later of a special alloy. The anode was of the same structure and placed over the grid.. ( Fig.1 )

The next step of development ended in the classic shape of filament, grid and tubular anode, made of solit sheet metal. This version had a life time of up to 2000h.

On the test bench each was tube put into function. The filament voltage was increased up to a point until the expected operation was reached. Then the messured filament voltage was refered individually to each  tube.

The electrical connections consisted of 4 flat brackets. One of them, the anode bracket, was painted red.


Typen / Types:

Amplifying No.1 ( 2 versions )

rot = Röhre + Foto eingebaut /  red = tube in collection + picture on Website
blau = Röhre vorhanden, Foto kommt / blue = tube in collection, picture in progress.
schwarz oder nicht gelistet = fehlt noch /  black or not listed = tube missing in collection.


 
Amplifying No. 1  erste Version   Amplifying No. 1  später Version

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